Adressbücher der Stadt Plauen

Ein durchsuchbarer Datensatz der Jahrgänge 1854–1947, vollautomatisch aus den Original-Scans erfasst. Die Erfassung ist noch in Arbeit, der Datensatz enthält noch Fehler. Maßgeblich ist immer der Original-Scan: Ein Klick auf einen Eintrag zeigt die entsprechende Stelle im Scan. Ein Projekt von Jan Wetzel.

Wie entsteht dieser Datensatz? Methode, Quellen & Genauigkeit

Quellen & Umfang. Grundlage sind die gemeinfreien Adressbücher der Stadt Plauen (1854–1947); die Scans stellt das Stadtarchiv Plauen bereit. Erfasst werden ausschließlich die alphabetischen Einwohnerverzeichnisse (das Namensregister), nicht die übrigen Buchteile wie Branchen-, Straßen- oder Behördenverzeichnisse und Anzeigen. Das ist gewissermaßen eine erste, primäre Eingrenzung des Materials.

Zur Datenbasis. Adressbücher wurden von ortsansässigen Verlagen auf Grundlage der amtlichen Meldedaten der Stadtverwaltung herausgegeben. Verzeichnet ist lange Zeit nur, wer einem Haushalt vorstand oder ein Haus besaß: Frauen erscheinen meist erst als Witwen, Kinder, Dienstboten und Untermieter fehlen ganz. Die Verlässlichkeit hing zudem daran, dass die mobile Bevölkerung ihrer Meldepflicht nachkam. Eine gute Einführung in die Gattung gibt die Südwestdeutsche Archivalienkunde.

Jeder Eintrag wird vollautomatisch aus den Scans gelesen und ganz ohne manuelle Abschrift in einzelne Angaben zerlegt. In vier Schritten:

  1. Lesen. Ein KI-Modell (dots.ocr) liest die ganze Druckseite in einem Durchgang: den Text, die Spalten und die richtige Reihenfolge der Einträge.
  2. Verorten. Ein zweites Programm (PaddleOCR) bestimmt für jeden Eintrag die genaue Stelle auf der Seite. Deshalb zeigt der Klick auf eine Zeile genau diese Stelle im Original-Scan.
  3. Ordnen. Ein Regelwerk zerlegt jede gelesene Zeile in einzelne Angaben wie Name, Beruf, Straße und Hausnummer.
  4. Prüfen. Automatische Kontrollen (etwa der Abgleich mit einem Verzeichnis aller Plauener Straßennamen) markieren verdächtige Einträge zur Nachkontrolle.

Keine Handarbeit am Einzeleintrag. Korrekturen aus Stichproben fließen in die Lese-Regeln zurück und verbessern damit alle Einträge zugleich.

Genauigkeit. Weil alles automatisch läuft, sind einzelne Lesefehler möglich; maßgeblich ist immer der Original-Scan.

Entwickelt mit Claude Code. Kontakt: janwetzel.me.

40
Jahrgänge
12.323
Original-Scans
1.149.141
Einträge
1.102.637
Personen
40.243
Firmen
6.261
Institutionen
1854 Einträge je Jahrgang – Klick zeigt den Jahrgang 1947